Die universelle Bildsprache

„Nicht nur im Künstler, in uns allen fliesst dieser Strom, aus dem Bilder auftauchen wollen.“

Paul Klee  


Die Welt ist eine Welt von Formen. Was uns umgibt, was wir betrachten, was wir in uns tragen, was wir gestalten - immer und überall sind es Formen, immer verschieden und doch wieder gleich. Zum Beispiel die Urform Spirale:

 

Diese Formen werden im Malraum ausgelöst. Diese Formen haben sowohl einen jedem Menschen eigenen, als auch allen Menschen gemeinsamen Ursprung. Vergleichbar einer Sprache, besitzt die bildnerische Sprache  einen gramma-tikalischen Aufbau, einen Code, bestehend aus ca. 70 Formen und Zeichen, welche nacheinander oder aber auch gleichzeitig gemalt werden können.

 

Das sich Aneignen dieser Formen  beginnt, sobald das Kind graphische Spuren hinterlässt: im Sand, auf einer beschlagenen Scheibe, auf einem Blatt Papier. Aus diesen ersten Graphien entwickeln sich alle späteren Formen und Zeichen. So lange das Kind ungestört und ohne äussere Wertung dem Malen nachgehen kann, entwickelt es seine Formensprache  nach einem universellen Muster.

 

 

Die schöpferische Fähigkeit bleibt dem Menschen bis ins hohe Alter erhalten. Bei vielen Menschen ist sie zugedeckt. Erwachsene können im Malraum wieder zu diesem schöpferischen Urquell vorstossen und ihre ureigene bildnerische Sprache entdecken und entwickeln.