Das integrierte Malatelier in Schulen, Kindergärten und Sozialpädagogischen Institutionen

Schulentwicklung / Unterrichtsentwicklung mittels Einrichtung eines Malateliers

 

 

Die Arbeit im MALATELIER  ist nicht eine gelegentliche Variante zum Zeich-nen/ Malen im Schulzimmer, sondern ein kontinuierliches Angebot, welches nebst der methodischen und fachlichen vorallem  auch die soziale und per-sönlichkeitsbildende Kompetenzförderung im Fokus hat. Zudem stellt man seit einigen Jahren fest, dass durch die mediatisierte Spielwelt und Freizeitbe-schäftigung vielen Kindern (vor allem auch mit Migrationshintergrund) Basics für den bildnerischen Ausdruck fehlen, was zu Mutlosigkeit, Beschämung, Lustlosigkeit und einer Verarmung der Zeichnungen führt. Leiterinnen in schulintegrierten Malateliers wissen um die universelle Bildsprache und deren Entwicklung und können diese individuell unterstützen. Mit der Ressourcen-haltung die Lust am Malen wecken und erhalten.

 

Schulentwicklung

Durch die intensive Weiterbildung im Kollegium, die gemeinsame Einrichtung des Malateliers, die gemeinsame Verantwortung für dessen "Betrieb"  und vorallem der pädagogische Diskurs (vorgängig und später in der Intervision) bedeutet vielschichtige Teambildung.

 

Unterrichtsentwicklung

Pädagogische Situation und Ziele

Im Malatelier

  • ist die Heterogenität keine Herausforderung, sondern erwünscht
  • wird jedes Kind dort abgeholt, wo es in der Entwicklung steht
  • ist altersdurchmischtes Lernen inspirierend (innovative Organisationsformen)
  • ist selbstgesteuertes Lernen mit individueller Lösungsstrategie selbstverständlich
  • gibt es keine Bewertung
  • wird durch das Fehlen von Vergleichen die intrinsische Motivation erhöht
  • wird durch das individuelle Arbeiten im eigenen Tempo, mit eigener Themenwahl das Selbstwertgefühl gestärkt
  • wird der Nutzen von wenigen klaren Regeln von den S&S begriffen und eingehalten
  • wird stehend gemalt, Kindern sind in Bewegung, dies erhöht u.a. die Konzentration
  • werden die S&S durch das spezielle Material (gute Pinsel, leuchtende, gut übermalbare Farben) ermutigt, Neues auszuprobieren, Veränderungen bis zur Zufriedenheit anbringen, Entwicklungsschritte mutig anzugehen
  • wird der sorgfältige Umgang mit dem Material geübt

Pädagogische Haltung der Lehrpersonen

Im Malatelier

  • wird die Lehrperson von der belehrenden zur begeleitend/bedienenden Bezugsperson
  • unterstützt die Lehrperson mit grosser Achtsamkeit den individuellen Malprozess ohne den Bildinhalt zu werten
  • erfahren die Lehrpersonen die S&S in einem konkurrenzlosen Setting, was auf die Selbstwertschätzung und die Klassendynamik einen Einfluss hat
  • kann sich das Verhältnis zwischen S&LP positiv verändern, weil das Loben wegfällt
  • Der notenfreie „Raum“ lenkt den Blick vom Produkt auf den Prozess -  das Kind wird in seiner Ganzheit erfasst - Beobachtungsmöglichkeiten für die neue Promotionsordnung
  • wird in konzentrierter Form für die Lehrperson erfahrbar gemacht, wie die klare Strukturierung, die hohe Präsenz der Leitung , die inspirierende Lernumgebung,die echte Lernzeit und  die individuelle Arbeit ein lernförderliches Klima bewirkt

Die neuen Erfahrungen mit den Kindern im Malatelier beeinflussen die Haltung im Schulzimmer und verändern das classroom management.